//LEMKEN GmbH & Co. KG: Mit dem Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystem den allgemeinen Staubgrenzwert von 1,25mg/m³ gesichert einhalten.

Die Ausgangssituation
Die Ausgangssituation war jedoch nicht einfach. LEMKEN hatte bereits vor kurzem in eine neue Hallenluftreinigung investiert. Das System entsprach jedoch nicht den Vorgaben, da die Grenzwerte nicht eingehalten werden konnten und die Halle verrauchte. Nach mehreren Optimierungsversuchen des ursprünglichen Herstellers wurde beschlossen in ein neues System zu investieren. Damit kam Kappa ins Spiel.

Die Lösung: Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystem
In einem ersten Schritt wurde die bestehende Stahlbauhalle mit dem Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystem ausgestattet. Dabei wird Frischluft über am Hallenboden platzierte Kappa DiffusorenTM flächig in die Halle eingebracht. Durch das Eindiffundieren der Frischluft verteilt sich diese zugfrei in der gesamten Halle ohne sich mit der verunreinigten Hallenluft zu vermischen. Alle Hindernisse werden umspült und die Beschäftigten mit frischer Luft versorgt. Bereits nach kurzer Zeit bildet sich ein stabiler Frischluftsee im Arbeitsbereich. Er verdrängt so aktiv die freigesetzten Emissionen und die Abwärme aus Arbeits- und Aufenthaltsbereich nach oben zur Hallendecke. Die Emissionen und die Abwärme werden an der Hallendecke vollständig und flächig mit einstellbaren Kappa COC Absaugplatten erfasst und abgeführt. Die Filtration der Feinstaub- und Rauchemissionen erfolgt im Kappa Mykron® Feinstaubfilter. Er sorgt für eine um 30% verbesserte Abscheidung von Feinstpartikeln gegenüber einem herkömmlichen Filter. Die hervorragende Abscheidung von Feinstäuben bestätigt auch die durchgeführte Reingaskonzentrations-Messung mit einem Reingaswert von 0,02 mg/m³. Aufgrund des sehr hohen Abscheidegrades des Kappa Mykron® kann die gereinigte Luft wieder in den Arbeitsplatz rückgeführt werden. 

Die hervorragende Leistung des Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystems bestätigt auch die Messung des TÜV Rheinland. Danach beträgt die Arbeitsplatzkonzentration des A-Staubes (alveolengängiger Staub) lediglich 0,12 mg/m³ und liegt damit massiv unterhalb des neuen verschärften Allgemeinen Staubgrenzwerts von 1,25mg/m³.

Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse und Erfahrungen in der Bestandshalle wurde auch die neu gebaute Fertigungshalle mit den Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystemen ausgestattet. Dabei werden die Bereiche Zuschnitt (Brennschneiden), Stahlbau und Lager versorgt. Die Emissionen beim Brennschneiden werden über die bestehenden Brennschneidtische erfasst, und in die Abluftreinigungseinheit des Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystems integriert.

Die Funktion des Kappa A.I.R.™ Hallenluftreinigungssystemen in der Neubauhalle ist identisch zum bereits oben beschriebenen System in der Bestandshalle. Insgesamt werden für den Bestand und Neubau rund 250.000 m³ Abluft pro Stunde hochgradig gereinigt und die Hallen mit sauberer Frischluft in der gleichen Menge versorgt. Aufgrund der sehr hohen Abscheideleistung der installierten Filtersysteme kann die Abwärme mit einem hohen Wirkungsgrad mit den integrierten Niedertemperatur-Wärmetauschern rückgewonnen werden. Insgesamt werden jährlich 2.173.764 kWh Abwärme rückgewonnen. Sie werden für die Erwärmung der Frischluft in der Heizperiode verwendet. 



Was sagt der Kunde?
Thomas Heenen, Sicherheitsfachkraft von LEMKEN, ist begeistert: „Die Luftqualität im Stahlbau ist sehr gut. Das bestätigen auch unsere Mitarbeiter. Im letzten Winter mussten wir kaum zuheizen, da wir unseren Wärmebedarf aus der Wärmerückgewinnung decken konnten.“

Automatische Synchronisation der Leistung mit dem aktuellen Bedarf spart Energie:
Die Regelung der Luftleistung des Hallenluftreinigungssystems in der bestehenden Halle, und im neuen Stahlbau erfolgt synchron zum jeweiligen Bedarf. In Phasen mit einem hohen Materialdurchsatz wird die Leistung des Hallenluftreinigungssystems erhöht, in Phasen mit geringem Materialdurchsatz reduziert. Die Regelung des tatsächlichen Leistungsbedarfs erfolgt stufenlos. Damit ist immer exakt die Leistung verfügbar, die gerade benötigt wird. Ermöglicht wird die individuelle Echtzeitanpassung durch das Kappa Airdynamic™ System. Es kontrolliert permanent die Emissionsbelastung in der Fertigung und stimmt darauf den Leistungsbedarf der Hallenluftreinigung in der ganzen Halle ab. Durch die intelligente und bedarfsgerechte Anlagenregelung Kappa Airdynamic™, werden jährlich 547.533 kWh Strom eingespart.

„Das System arbeitet vollkommen selbsttätig und zuverlässig. Wird mehr produziert, sprich mehr Emission verursacht, reagiert die Anlage sofort mit einer Leistungssteigerung. Sind die Maschinen geringer ausgelastet, wird die Leistung der lufttechnischen Anlage vollautomatisch reduziert“, erklärt Karl Rieger, technischer Leiter bei Kappa.

Auch die benötigte Luftleistung an den bestehenden Brennschneidtischen wurde mit einer bedarfsgerechten Regelung ausgestattet. Durch können jährlich 259.067 kWh Strom zusätzlich eingespart werden.

 

Steyr-Gleink, Juli 2016

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